Loslassen? Gegen Enttäuschungen und die große Illusion.


Das Loslassen

»Lass doch einfach los« ist einfacher gesagt, als getan. Und vielleicht hast du diesen Spruch gerade von jenen gehört, die doch gar keine Ahnung haben, in welcher Situation du gerade steckst.

Es heißt, wir sollen loslassen – von Menschen, Situationen, Orten, von negativen Emotionen, von der Vergangenheit und auch von Gewohnheiten – damit es uns besser geht.

Gerade mag man sich mies, voller Angst und Zweifel, überfordert und sorgenvoll fühlen. Und man möchte loslassen, damit all das Gute wieder in unser Leben fließen kann.


In diesem Artikel findest wertvolle Informationen, was Loslassen wirklich ist
und am Ende der Seite eine Meditation als MP3 zum Download


Übung: 
Bitte lehne dich zurück und frage dich jetzt, 
wie du dich eigentlich (im eigenen Ich) fühlen möchtest? 
Was willst du wirklich fühlen, spüren, genießen und in deinem Herzen erleben? 
Alles Bessere in deinem Leben beginnt mit dieser Klarheit.
Bringe, es einmal zu Papier und formuliere daraus eine starke Absichtserklärung.

Loslassen – was ist das und wie geht das?

Beim Loslassen öffnen wir die Hände, weil man vom krankpfhaften Festhalten schon ganz erschöpft ist. Loslassen ist also gut für uns. Es entspannt und dadurch kann unsere Lebensenergie und alles Gute zu uns fließen.

Lange genug haben wir uns ans Ego geklammert, an den Verletzungen, an der Vergangenheit, am Recht-haben-wollen, am Streiten und Kämpfen, an Gewohnheiten, an Dingen und Strategien, die einfach nicht funktionieren.

Die ursprüngliche Bedeutung des Loslassens

Die tiefere und ursprüngliche Bedeutung des Loslassens gründet in seinen beiden Wurzelwörter: Los und Lassen.

Im Englischen sagt man »Let go and let God«. Wir lassen das große Los, das Leben, das Schicksal, das Göttliche entscheiden, wie es weitergeht. Wir lassen los (let go) und überlassen es Gott. Wir lassen sozusagen Gott machen (let God) und vertrauen darauf, dass der Göttliche Plan – unser gemeinsamer kosmischer Plan – größer und wundervoller ist, als unsere begrenzte Vorstellung.

Vertrauen und Mut

Und genau darin gründet die Schwierigkeit loszulassen. Wir brauchen Vertrauen und Mut, um jenen Schritt ins Ungewisse zu wagen. Doch sobald wir loslassen, nimmt dich der Strom des Lebens mit und alles kann sich zum Guten wenden – das, worauf du möglicherweise solange gewartet hast.

Also, im Loslassen übergeben wir unsere Probleme einer Macht, die größer ist als wir. Manche Menschen lassen los, indem sie all ihre Probleme Jesus, den Engeln, Gott, dem großen Schöpfer, und dem lieben Gott, dem Freund aller Lebewesen reichen.

Loslasse? Was ist das und wie geht loslassen

Wenn du festhältst, bist du vielleicht verantwortungslos

Wer in einer belasteten oder gar toxischen Beziehung steckt, tut manchmal gut daran so schnell wie möglich loszulassen und so rasch wie möglich wieder sein eigenes Leben zu führen.

Loslassen bedeutet deshalb vor allem eine Entscheidung für das eigene Wohl zu treffen und wieder Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Bedenke, dass nur du selbst dir dein Glück schuldest.

Sich treiben zu lassen und nichts zu ändern, ist in vielen Fällen sich selbst gegenüber verantwortungslos. So halten Menschen an Jobs fest, die sie körperlich und geistig zu Grunde richten – wie bitter.

Menschen klammern sich an Beziehungen, die sie langsam aber sicher zermürben – wie schade. Und Menschen halten auch an Gewohnheiten fest, die ihre Gesundheit, ihre Finanzen und ihr Lebensglück zerstören.

Manchmal halten Menschen auch an ihren negativen, sich selbst selbstverletzenden Emotionen fest: Enttäuscht-sein, Resignation, Wut und Verbitterung. Das kann ihnen ein Gefühl von Macht oder Sicherheit geben, bis hin sogar in das Problem verliebt zu sein.

Bitte ändere das, denn du bist unendlich wertvoll, liebe Leserin und lieber Leser. Wirklich: du bist einzigartig, wundervoll und deshalb ist es wichtig, dass du etwas für dein Glück tust.

Übung: Was willst du loslassen?
Negative Emotionen: Wut, Jähzorn, Groll, Verbitterung, Überforderung, Ängste, Panik, 
Neid, Gier, Eifesucht …
Gewaltvolle Beziehungen, den Ex-Partner …
Job, Arbeit …
Den Wunsch nach Anerkennung, Stolz …
Wovon möchtest du dich entledigen?

Vom Aufgeben der Kontrolle und der großen Zuflucht

Loslassen ist eine Art Aufgeben. Wir lassen den Wunsch nach Kontrolle los, dass die Dinge so laufen müssen und sollen, wie wir es uns vorstellen. Mit unserer Kontrolle und Vorstellung begrenzen wir doch nur das Universum mit seinen unendlichen Möglichkeiten, uns zu helfen.

Es gibt einen Grund, warum du hier bist. Das Universum und der liebe Gott haben vielleicht ein paar Geschenke für dich. Die Vorstellung eines strafenden Gottes ist absurd, denn Gott ist die reine Liebe. Das Leben liebt dich und deine Einzigartigkeit und deshalb bist du hier – am Leben.

Loslassen bedeutet deshalb auch Zuflucht bei Gott zu nehmen – dort, wo das große Los fällt, wo das Schicksal entschieden wird und alles bekannt ist, was in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geschieht. Du bist wichtig.

Öffne die Hände, öffne deinen Geist, öffne dein Herz.

Dein Gewinn

Deshalb und so paradox es klingt, gerade im Loslassen und Aufgeben gründet dein großer Gewinn. Der Weise lässt los, um zu empfangen. Der Weise sammelt nichst an und besitzt dadurch alles.

Es ist ganz einfach. Wenn ich dir 1000 Euro geben will, du allerdings zwei große Steine in den Händen hältst, dann kannst du das Geld nicht empfangen. Genauso ist es mit den Geschenken des Universums. Wir dürfen unsere Hände und Arme öffnen, um zu empfangen.

Übung:
Überlege dir, was du alles durch dein Loslassen gewinnen könntest.
Zum Beispiel an Gesundheit, Zeit, Beziehung, Freiheit, Frieden, Selbstverwirklichung
Sei so spezifisch wie möglich und mach' dir wieder Notizen.

Enttäuschungen durch Vergebung überwinden

Enttäuschungen überwindest du am einfachsten durch Vergebung. Am einfachsten? Ja, Vergebung ist nicht immer leicht, doch es ist das einzige Mittel zur Freiheit und zu innerem Frieden. Du kannst natürlich auch Rache oder Vergeltung üben, aber deine Genugtuung wird nur von kurzer Dauer sein.

Langzeitstudien haben bewiesen, dass der Wunsch nach Vergeltung weder das Problem löst, noch von der Enttäuschung, der Wut, der Trauer und der Verbitterung befreit. Deshalb heißt auch ein chinesisches Sprichwort: »Wer Rache übt, kann gleich zwei Gräber schaufeln.« Das eine für das Racheopfer und das andere für sich.

Negativen Emotionen löst man durch Vergebung. Sie ist das große Loslassen und Entlassen. Es ist das Ver- bzw. Weg- und Aufgeben aller negativer Gefühle. Das mag nicht leicht sein, doch es ist der richtige Weg.

Wer enttäuscht ist, tut gut daran so rasch wie möglich zu vergeben und sich dann wieder seinem eigenen Leben zuwenden. Komm‘ in deine Kraft und bleibe nicht beim Täter. Frage dich, was du aus der unliebsamen Situation gelernt hast – jetzt, wo du nicht mehr getäuscht bist – und nutze dein Wissen für deine wundervolle Zukunft.

Loslösung: die Dinge nicht mehr persönlich nehmen

Loslösung ist eine geistig-spirituelle Methode, um ganz bei sich zu bleiben, sich unbeeindruckt zum Beispiel bei Angriffen und Beleidigungen. Im Loslassen und in der Loslösung entscheiden wir uns, die Dinge nicht mehr persönlich zu nehmen.

Bitte bedenke, dass jeder nur seine eigene Wahrheit und seine eigenen Verletzungen auspricht. Wenn dich jemand derb kritisiert, ist es auch ein Zeichen, dass dieser Mensch mit sich selbst unzufrieden ist. Alles was wir an anderen kritisieren, ist ein Anteil in uns, den wir ablehnen.

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen dem wahren Selbst – dem spirituellen Funken – und dem Ego zu erkennen. Wir haben eine wahre Identität und eine angenommene Identität (das Ego).

Das Ich, das Ego und der Weg in die persönliche Freiheit

Unser wahres Sein ist ewige, liebevolle und bewusste Existenz. Doch dieses spirituelle Selbst ist von Materie und materieller Energie bedeckt. Diese Bedeckung ist das Ego (Edge God Out). Das Ego ist all das, was wir glauben zu sein. Es ist eine Meinung, ein Konzept und Produkt, das mit der Geburt beginnt und dem physischen Tod endet. All diese materiellen Konzepte, Ängste, Irrtümer der Unzulänglichkeit und Spielchen um Herrschaft verdunkeln deine wahre Größe. Du selbst bist strahlend, voller Kraft, Leben, Liebe und ewig.

Wir sind nicht dieser Körper, sondern wir haben einen Körper. Wir sind nicht unsere Gedanken und Emotionen, sondern wir haben Gedanken und Gefühle. Wir haben eine Meinung, eine Kultur, eine Herkunft usw. , doch wir sind immer weit mehr.

Die große Illusion

Du bist immer weit mehr als deine Situation. Sicherlich machen uns unsere Meinungen, Gefühle, unsere Sprache und unser Körper uns – unsere Persönlichkeit – aus. Doch all das verändert sich. Du bist mehr als deine Geschichte. Du bist ein reines, ewiges liebevolles und bewusstes Wesen göttlichen Ursprungs.

Die Materie verändert sich, aber der spirituelle Kern – das wahre spirituelle Selbst – bleibt immer gleich. Du bist Existenz (du bist ewig), Bewusstsein (du hast Wissen) und Liebe (deine Seelenessenz).

Alle Schuldgefühle, Gedanken an Mangel und Hoffnungslosigkeit, Enttäuschungen usw. beziehen sich auf materielle Umstände, die mit deiner göttlichen Herrlichkeit nichts zu tun haben. Sobald du dich deiner wahren Natur und dem Göttlichen wieder zuwendest, hebt sich der Schleier der großen Illusion.

Du bist immer das, was du glaubst zu sein. Aber wer bist du wirklich?

Was kann dich – ein ewiges, reiches und liebevolles Wesen – also wirklich verletzen? Verletzt ist immer nur unser Ego bzw. der Schmerzkörper. Wir sind verletzt, wenn wir glauben »wir sind nicht okay«.

Bild Loslassen, Freiheit vom Ego

Loslösung als Erkenntnis

Loslösung gilt als in allen spirituellen Traditionen auch als das geeignete Mittel, um den Schleier der Illusion zu heben und hinter die Kulissen dieser Welt zu schauen.

Loslösung kann sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen:

  • Loslösung von der Masse der Menschen, dem Massenmenschen,
  • das Loslassen von negativen Emotionen und dabei Aussagen nicht persönlich zu nehmen.
  • Loslösung als Weg der Erkenntnis

Das Ziel der Loslösung

Man geht sozusagen weg, um anzukommen – nämlich bei sich selbst und gleichzeitig bei Gott. Das Ziel ist die Erkenntnis über sich selbst und seine persönliche Beziehung zur göttlichen Urquelle.

Das Ziel der Loslösung ist also nicht das Vermeiden, sondern der Gewinn. Wir lösen uns von unserem Ego und erlangen dadurch jene Freiheit, nach der alle suchen.

Vom Weglaufen und Vermeiden

Andererseits lösen sich manche Menschen von ihrer Familie, Freunden und Verwadten, entfliehen ihrem sozialen Umfeld oder der allgemeinen Masse, um einem inneren Schmerz zu entrinnen.

Diese Menschen praktizieren dann keine Loslösung. Sie versuchen ihren seelischen Schmerzen zu entkommen und wieder andere versuchen, sich ihrer Verantwortung und Pflichten zu entledigen.

Loslösung zu praktizieren bedarf persönlicher Reife und emotionaler Intelligenz.

Der Weg der Loslösung beginnt mit dem Verständnis, dass dein wahres Selbst ein göttlicher Funke ist und in einem Fahrzeug lebt, dass wir den Körper nennen.

Handeln zum Wohle der Allgemeinheit und Handeln zum Wohle der Urquelle.

Zusammen mit der Praxis des Karma- und Bhakti-Yoga gelangten seit je her Menschen aller Kulturen zu höheren Einsichten. Karma-Yoga ist selbstloses Handeln und Bhakti-Yoga ist Handeln zur Freude der Göttlichen Urquelle.

Loslösung und selbstloses Handeln mit dem Ziel der Erkenntnis über Gott ist deshalb nicht Untätigkeit. Man wendet sich vom Ego und zerstörerischen Handeln ab. Stattdessen wendet sich der Weise einem höheren Sinn, der Gewaltlosigkeit, der Liebe, der Hingabe, der Freude, dem Frieden und dem Wohl aller Lebewesen zu.

Die Aufmerksamkeit wird von den Unterschieden, den Äußerlichkeiten, den Etiketten und Schubladen abgezogen und auf das Verbindende, Gemeinsame und den Ursprung aller Lebewesen gelenkt.

Mögest du am Ende erkennen, dass es nur eine Angelegenheit zwischen dir und Gott ist. Es war niemals zwischen dir und ihnen.

Wo ist Gott, wenn ich loslasse?

Um die Wirkung (die Welt der Probleme) von der Ursache (wir selbst) unterscheiden zu können, wenden sich Menschen an die Urquelle, eine liebende Vater-Mutter-Gottheit im Innen und Außen.

Manche Menschen erkennen diese universelle Ur-Wahrheit in der Natur, andere spüren sie in ihrem Herzen, Dritte erlebten Sie zum Beispiel in Nahtod-Erfahrungen als eine Art Licht, und wieder andere wenden sich an die Urquelle als eine Person.

Gott ist überall – in dir und in allem was ist. Die kosmische Wahrheit und der Ursprung von allem, die liebevolle Gottheit, ist wie ein alldurchdringendes Netz überall und sich aller Dinge bewusst. Als Urquelle gibt es nichts außer Gott.

Deshalb können wir gar nicht irgendwo hin fallen, wenn wir loslassen. Vielleicht machen wir eine gute Erfahrung … vielleicht machen wir eine schlechte Erfahrung. Die Bewertung liegt bei uns, doch immer ist dort – wo wir auch sein mögen – Gott.

Zwischen dir und Gott gibt es eine Beziehung, weil alles von Gott, der Urquelle kommt. Man sagt, dass Gott sich selbst und seine Schöpfung bedingungslos liebt. Du bist also geliebt, denn warum sollte die Urquelle, das Göttliche Paar, die wohlwollende Mutter-Vater-Gottheit etwas erschaffen, was es nicht mag?

Du bist immer geliebt und in einer liebevollen Beziehung mit Gott verbunden, weil du bist. Das Leben liebt dich, weil du bist.

Praktiziere Erkenntnis mit dieser kleinen Meditation

Mit diesem Artikel möchte ich dich jetzt zu einer aktiven Meditation einladen. Lies den folgenden Text von Mutter Theresa. Denke darüber nach und werde praktisch. Versuche diese Aussagen anzuwenden und dringe tief in die Weisheit ein. Danke.

Eine Meditation

Download diese Datei mit Rechts-Klick unter: https://ulrich-dupree.com

Menschen sind oftmals unvernünftig und selbstsüchtig. Vergib ihnen trotzdem.

Wenn du nett bist, greifen dich Menschen vielleicht an, weil sie niedere Motive haben. Vergib ihnen trotzdem.

Wenn du ehrlich bist, betrügen dich die Menschen unter Umständen. Sei trotzdem ehrlich.

Wenn du dein Glück gefunden hast, mögen manche Menschen neidisch sein. Sei trotzdem glücklich.

Das Gute, das du heute tust, mag morgen schon vergessen sein. Tue trotzdem Gutes.

Gib‘ der Welt das Beste was du hast und trotzdem mag es ihr nicht genug sein. Gib‘ trotzdem dein Bestes.

Mögest du am Ende erkennen, dass es nur eine Angelegenheit zwischen dir und Gott ist. Es war niemals zwischen dir und ihnen.

Mutter Theresa, (1910 – 1997), Friedensnobelpreisträgerin aus dem Jahr 1979

 

Lebe mit allen Sinnen und mit wachem Verstand in dieser Welt, doch sei dir bewusst, dass es jenseits der Illusion – des Schleiers der Isis und der Maya-Shakti – noch eine andere Wirklichkeit gibt: die Göttliche Wahrheit. Mögest du am Ende erkennen, dass es immer nur eine Angelegenheit zwischen dir und Gott ist.

Aloha und namaste

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